Sachverständigenbüro für Bäume und Großgehölze

Baumgutachten

In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger Bäume und speziell alte Bäume so lange wie möglich zu erhalten. Oft werden Bäume gefällt oder geschnitten, ohne genau geprüft zu haben, ob diese Maßnahmen wirklich nötig und zielführend sind.
Wir fertigen Gutachten über Bäume und Großgehölze an, um den genauen Zustand des Baumes festzustellen, und gegebenenfalls genau abgestimmte Maßnahmen festzulegen. Ebenso arbeiten wir im Schadensfall für sie und stellen fest, ob man z.B. im Falle eines Schadens das Schadereignis vorhersehen und vermeiden hätte können.
Die Gutachten werden von einen Personenzertifizierten Sachverständigen für Baumpflege, Verkehrssicherheit für Bäume, Beweissicherung, Gefährdungsanalysen und Baumwertermittlung mit Zusatzqualifikation für techn. Untersuchungsverfahren zur Messung der Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen nach DIN EN ISO/1724 erstellt, und sind somit auch gerichtsfest.

 

Wir arbeiten in der Regel mit vier Methoden:

 

1. VTA – Verfahren (Visual Tree Assessment)

Der Baum wird visuell nach einer vorgegebenen Vorgehensweise geprüft und das Ergebnis festgehalten. Sollten hierbei Verdachtsmomente festgestellt werden, die eine eingehende Untersuchung nötig machen, wird in Abstimmung mit dem Kunden, eine weitere eingehende Untersuchung durchgeführt.


2. Bohrwiderstandsmessung (Bruchsicherheit)

Hierzu werden mit einem Bohrwiderstandsmessgerät (Stärke ca. 3mm) verschiedene Bohrungen an Stamm- oder Stammteilen durchgeführt. Dabei entsteht ein sogenanntes Bohrprofil mit dem man den Zustand des Holzes bewerten kann. Natürlich nur direkt an der Bohrstelle. Um ein komplettes Bild des Stammes zu bekommen bieten wir auch weitergehende Untersuchungen an.

Bsp.: Bohrwiderstandsmessung Ulme 

3. Impulstomographiemessung (Bruchsicherheit)

Um ein komplettes Bild über den Zustand des Stammes- oder der Stammteile im Bereich der Messung zu bekommen, führen wir eine Impulstomographiemessung einfach oder in 3-D aus. Diese gibt genau Aufschluss über den Zustand des Holzes und die Ausbreitung und Stärke der eventuell vorkommenden Fäule.

 Bsp.: Pyrus communis mit starker Fäule in der Mitte 

  Bsp. Pyrus communis in 3-D

4. Zugversuch (Standsicherheit)

Bei bestimmten Verdachtsmomenten, wie z.B. bestimmten Pilzarten, nach Bauarbeiten im Wurzelbereich oder Überfüllung im Wurzelbereich, kommt der Zugversuch zum Einsatz. Hierbei wird über einen bestimmten Zug eine Windlast simuliert und mit Sensoren, die bis in den 1/1000  mm  Bereich messen bestimmt, ob der Baum noch standfest ist oder ob mit Maßnahmen, wie eine Kronenreduktion, die Standsicherheit wieder hergestellt werden kann.

Bsp.: Zugversuch an einer Waldkiefer

5. Baum- und Gehölzwertermittlung nach Koch

Wurde ein Baum ohne nachvollziehbaren Grund gefällt, verstümmelt oder anderweitig beschädigt, stellt sich die Frage nach dem Wert des Baumes oder des Gehölzes.  Hier wird mit der Methode Koch eine Methode angewandt, die auch von Gerichten anerkannt wird.  Bei der Methode Koch wird aus verschiedenen Faktoren, wie Kosten einer Neuanpflanzung, Funktion der Baumes oder des Gehölzes, Dauer bis zur Funktionserreichung und weiteren Faktoren, gegebenenfalls Auf- oder Abzinsung, ein Betrag errechnet, der den Wert des Baumes oder des Gehölzes darstellt.

Somit weiß man über welchen Sachschaden und Betrag man diskutiert und verhandelt.

So nicht !!